{"id":209,"date":"2014-04-16T15:57:58","date_gmt":"2014-04-16T13:57:58","guid":{"rendered":"http:\/\/test.naturalscience.org\/?p=209"},"modified":"2015-02-15T13:39:00","modified_gmt":"2015-02-15T12:39:00","slug":"rettet-ein-spinnentier-die-honigbienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.naturalscience.org\/de\/news\/2014\/04\/rettet-ein-spinnentier-die-honigbienen\/","title":{"rendered":"Rettet ein Spinnentier die Honigbienen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der B\u00fccherskorpion, ein wenige Millimeter grosses Spinnentier, ist die Hoffnung der Imker, um den Bienen zu helfen, mit der gef\u00fcrchteten Varroa-Milbe fertig zu werden. Er ist trotz seines Namens kein Skorpion, sondern n\u00e4her mit den Spinnen verwandt und geh\u00f6rt zur Gattung der Pseudoskorpione. Mit Vorliebe vertilgt er Staubl\u00e4use, B\u00fccherl\u00e4use, Hausstaubmilben und zudem auch Varroa-Milben.\u00a0<span id=\"more-757\"><\/span><\/strong><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr Imker und Bienenforscher ist es eine der gr\u00f6ssten Herausforderungen, die Bienen vor Sch\u00e4den durch die Varroa-Milbe zu sch\u00fctzen. Der aus Asien eingeschleppte Parasit wurde vor \u00fcber drei Jahrzehnten erstmals in Deutschland angetroffen. Seither macht die Milbe, die sich in der Brut des Bienenstocks entwickelt und vermehrt, den europ\u00e4ischen Bienenv\u00f6lkern stark zu schaffen. Ein Befall durch Varroa-Milben (Varroose) f\u00fchrt nicht nur zur Schw\u00e4chung eines Bienenvolkes, sondern macht es auch anf\u00e4lliger f\u00fcr Krankheiten.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat das sogenannte Bienensterben (Collony Collapse Disorder, kurz CCD) besorgniserregende Ausmasse angenommen. Im Katastrophenwinter 2006\/2007 sind in den USA in einigen Bundesstaaten bis zu 80% aller Bienenv\u00f6lker gestorben. Seitdem haben wir auch in anderen Kontinenten und L\u00e4ndern erh\u00f6hte Verluste. Der weltweite Durchschnitt liegt mittlerweile jeden Winter etwa bei 30%. Unter nat\u00fcrlichen Bedingungen sollten die Verluste nicht h\u00f6her als 10% sein.<\/p>\n<p><strong>Die \u00f6kologische Bedeutung der Honigbiene<br \/>\n<\/strong>Wenn die Honigbiene stirbt, ist nicht nur unser Honignachschub gef\u00e4hrdet, sondern das ganze \u00d6kosystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Von den heimischen Nutz- und\u00a0Wildpflanzen (immerhin 2000 bis 3000 Arten) sind ungef\u00e4hr 80 Prozent darauf\u00a0angewiesen, von Bienen best\u00e4ubt zu werden. Mit anderen Worten: keine Bienen,\u00a0keine Pflanzen, keine Ertr\u00e4ge, keine Nahrung f\u00fcr Mensch und Tier!<\/p>\n<p><strong>Hoffnung f\u00fcr die Bienen<\/strong><b><br \/>\n<\/b>Grosse Hoffnung unter den Forschern und Bienenfreunden weckt deshalb zurzeit ein Spinnentier aus der Gattung der Pseudoskorpione, der B\u00fccherskorpion. Das nur wenige Millimeter grosse Tier, von Biologen <i>Chelifer cancroides<\/i>\u00a0 genannt, ist ein alter Bekannter der Bienen und\u00a0 war fr\u00fcher auch h\u00e4ufig in Bienenst\u00f6cken anzutreffen, als es dort noch gen\u00fcgend Ritzen und Versteckm\u00f6glichkeiten gab. Damals wie heute kann er unter anderem in alten B\u00fccherregalen beobachtet werden, wo er sich von B\u00fccherl\u00e4usen und Hausstaubmilben ern\u00e4hrt \u2013 was ihm seinen Namen gab. Der B\u00fccherskorpion hat sich im Laufe der Zeit mit Hilfe des Menschen global verbreitet und k\u00f6nnte daher auch weltweit in der Imkerei eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Bereits 1951 ver\u00f6ffentlichte Dr. Max Beier, ein weltweit anerkannter Zoologe und Pseudoskorpionforscher, einen Artikel \u00fcber diese Helfertiere. In dem Aufsatz mit dem Titel \u201cDer B\u00fccherskorpion, ein willkommener Gast der Bienenv\u00f6lker\u201d, beschrieb er, dass die B\u00fccherskorpione, welche in den Bienenst\u00f6cken lebten, nicht nur Wachsmottenraupen erfolgreich bek\u00e4mpften, sondern auch die Bienen selbst entlausen w\u00fcrden. Zudem vertilgt das n\u00fctzliche Tierchen mit grossem Appetit nebst den L\u00e4usen und Hausstaubmilben auch die sch\u00e4dlichen Varroa-Milben. 15 Jahre sp\u00e4ter beschrieb ein weiterer Forscher, Prof. Dr. Peter Weygoldt, in seinem Buch \u201cMoos- und B\u00fccherskorpione\u201c die erfolgreiche Symbiose zwischen dem B\u00fccherskorpion und den Honigbienen.<\/p>\n<p>Ziel der Forscher ist es nun, die von den beiden Wissenschaftlern beschriebene Symbiose wieder herzustellen, was in der heutigen Zeit nicht ganz einfach ist. Die modernen St\u00f6cke verf\u00fcgen kaum noch \u00fcber L\u00f6cher und Ritzen, die dem Spaltenbewohner Unterschlupf bieten. Zudem vertrieb auch der Einsatz von \u00e4tzenden S\u00e4uren zur Varroa-Bek\u00e4mpfung die n\u00fctzlichen Spinnentiere aus den Bienenst\u00f6cken.<\/p>\n<p><strong>Niedriger Milbenbefall<br \/>\n<\/strong>Der Hamburger Lehrer Torben Schiffer befasst sich seit Jahren mit dem B\u00fccherskorpion und hat eine Diplomarbeit \u00fcber den n\u00fctzlichen R\u00e4uber geschrieben. Nun propagiert er mit dem&nbsp;\u00abBeenature-Project\u00bb den Einsatz des B\u00fccherskorpions in den Bienenst\u00f6cken. Erst k\u00fcrzlich gelang es, die Pseudoskorpione\u00a0erfolgreich in entsprechend modifizierten Bienenst\u00f6cken zu integrieren, sodass die Tiere mit den Bienen\u00a0\u00fcberwinterten, Nistpl\u00e4tze anlegten und sich vermehrten.<\/p>\n<p>In seinem Versuchs-Bienenstock waren die Ergebnisse positiv: Der Varroa-Milben-Befall sei dort extrem niedrig. Nun m\u00fcsse aber noch der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden, dass tats\u00e4chlich der B\u00fccherskorpion zu diesem Erfolg gef\u00fchrt hat. Schiffer wird den Milbenj\u00e4ger auf jeden Fall weiterhin erforschen. Derzeit besch\u00e4ftigen sich im Rahmen des Wettbewerbs&nbsp;\u00abJugend forscht\u00bb drei Sch\u00fclerteams unter seiner Regie mit dem gefr\u00e4ssigen Spinnentier.<\/p>\n<p><strong>Mobilfunk als Hauptursache f\u00fcr das Bienensterben<br \/>\n<\/strong>Als Ursache f\u00fcr das Bienensterben liegt der Fokus der Forschung vorwiegend auf Faktoren wie der Varroa-Milbe, Pestiziden oder der schlechten Nahrungsversorgung der Bienen aufgrund von Umweltver\u00e4nderungen. Doch keine der bisher bekannten Einflussfaktoren \u00fcberzeugen als Hauptursache f\u00fcr die ungew\u00f6hnlich hohen Verluste von Bienenv\u00f6lkern.<\/p>\n<p>Die hochfrequente widernat\u00fcrliche Strahlungsbelastung, die leider noch viel zu selten in die \u00dcberlegungen miteinbezogen wird, schw\u00e4cht das Immunsystem und st\u00f6rt die Orientierung und die Kommunikation der Bienen, was zu einem dauerhaften Stress f\u00fchrt. Sie ist der Schl\u00fcsselfaktor, welcher die negativen Effekte anderer Einfl\u00fcsse bei den Bienen um ein Vielfaches verst\u00e4rkt. Die eigentliche Ursache f\u00fcr das Verschwinden der Bienen <b>liegt deshalb im weltumspannenden Mobilfunk. <\/b>Der B\u00fccherskorpion ist jedoch eine willkommene Hilfe, um die Bienen zu st\u00e4rken und zeigt, wie die Natur f\u00fcr jedes Problem auch eine nat\u00fcrliche L\u00f6sung anbietet. Die Schwierigkeit besteht nur darin, diese L\u00f6sungen zu erkennen.<\/p>\n<p>The World Foundation for Natural Science setzt sich schon seit vielen Jahren f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung des Bienensterbens ein und hat dazu eine Brosch\u00fcre mit dem Titel \u201eMobilfunk \u2013 die Ursache f\u00fcr das weltweite Bienensterben\u201c herausgegeben. Darin wird der Einfluss der elektromagnetischen Strahlung detailliert beschrieben und erkl\u00e4rt, warum nebst den vielen anderen Faktoren der Mobilfunk die Hauptursache f\u00fcr das Verschwinden der Bienen darstellt.<\/p>\n<p>Gerne k\u00f6nnen Sie die Brosch\u00fcre <a title=\"Mobilfunk - Die Ursache f\u00fcr das Bienensterben - Brochure\" href=\"http:\/\/shop.naturalscience.org\/de\/mobilfunk-die-ursache-fur-das-weltweite-bienensterben-10er-paket-deutsch.html\" target=\"_blank\">gleich hier bestellen.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der B\u00fccherskorpion, ein wenige Millimeter grosses Spinnentier, ist die Hoffnung der Imker, um den Bienen zu helfen, mit der gef\u00fcrchteten Varroa-Milbe fertig zu werden. Er ist trotz seines Namens kein Skorpion, sondern n\u00e4her mit den Spinnen verwandt und geh\u00f6rt zur Gattung der Pseudoskorpione. 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