Tag der Erde 2019

Seit 1990 wird jeweils am 22. April weltweit (in über 175 Ländern!) der „Tag der Erde” gefeiert, auch dieses Jahr. Gerade in unserer hektischen Zeit tut es gut, einfach in die Natur hinauszugehen und still zu werden. Und doch: In den Wäldern ist es eigentlich alles andere als still, denn da ist das Geräusch der Grillen und der Vögel, und wir hören das Umherhuschen der Kaninchen oder das Bellen einer Hirschkuh – der natürliche Klang der Wälder. Aber es ist alles Teil der Stille, und das Leben der Tiere in den Wäldern, und insbesondere der Vögel und Insekten, vermischt sich mit jener Stille und hebt diese Stille sogar noch an.

Es tut gut, die Natur kennenzulernen, denn in der Natur sehen und fühlen wir das wahre Wesen von Mutter Erde. Wir sind dann in Gott, wir sind dann mit Gott, jeder Atemzug, den wir nehmen, ist der Atem des Allmächtigen Gottes. Das Feuer in unseren Herzen ist die Wärme des Allmächtigen Gottes, das uns warm hält. Das Wasser, das wir trinken, können wir nicht selber herstellen. Es ist das Wasser des Allmächtigen Gottes. Die Erde, in welcher wir die Pflanzen anbauen und in welche wir die Samen pflanzen, können wir nicht herstellen. Und da haben wir sie, das Feuer, die Erde, die Luft und das Wasser, und wir können keines dieser Elemente selber machen…, ebenso wenig, wie wir Liebe machen können.

Und genau aus diesen vier Elementen sind unsere kostbaren Körper geschaffen, und wir sind von den Elementen abhängig, um ein gesundes Leben zu leben. Betrachten wir dies nicht als garantiert, sondern sind wir unserer Mutter Erde dankbar für das, was sie uns jeden Augenblick in großer Vielfalt bedingungslos zur Verfügung stellt. Es stellt für sie kein Problem dar, auch über zehn Milliarden hungrige Münder zu füllen. Wir müssen lediglich beginnen, mit ihr zusammenzuarbeiten, und damit aufhören, sie in unserer kurzfristig denkenden Gier auszubeuten und unseren Schutt auf ihrem Körper abzuladen. Es ist unser Abfall, und sie will ihn nicht. Es ist die Umweltverschmutzung, um die wir uns kümmern müssen. Wir müssen damit aufhören, die Luft und das Wasser zu verschmutzen, die Ozeane und ihre Bewohner mit Plastik zu vermüllen und die Böden und ihr lebensnotwendiges Innenleben mit giftigen Pestiziden und Insektiziden zu vernichten.

Klimaveränderungen gehören zur Entwicklung unserer Erde (die nie statisch war und es auch nie sein wird, denn was im Status Quo verbleibt, ist tot!), und die Natur hat für solche Veränderungen immer auch eine Lösung bereit. Dies gilt besonders für den Dienst der Bäume, welche die Fähigkeit haben, die Balance zu halten, indem sie beispielsweise Schatten spenden, CO2 umwandeln und Regen verursachen. Umso wichtiger ist es, dass wir die Regenwälder schützen und gefällte Bäume sogleich wieder ersetzen. In diesem Zusammenhang möchten wir auf den „Internationalen Tag des Baumes” 2019 hinweisen, den wir am Freitag, 26. April 2019 feiern, und wir möchten Sie ermuntern, an diesem besonderen Tag einen Baum zu setzen als Hommage für den besonderen Dienst, den die Bäume für diese Erde erbringen. Es ist der Mensch, der die Wesen der elementalen Welt durch das Kohlendioxid, das er ausatmet, mit Leben versorgt. Und es sind die Wesen der elementalen Welt in Form von Bäumen und Blumen und Büschen und Gras, die uns mit der dringend benötigten Luft zum Atmen versorgen, indem sie uns reinen Sauerstoff zurückgeben.

Ohne die Balance, die alle grundlegenden Elemente im gegenseitigen Wechselspiel aufrechterhalten, hätten wir überhaupt kein Leben. Alles, was im Einklang mit der natürlichen Schöpfung ist, kennt nichts anderes, als mit dem Ganzen in ORDNUNG zu sein. Mit jedem Baum, den wir wegen seines Holzes fällen und an dessen Stelle wir nicht sofort einen neuen Baum pflanzen, brechen wir das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wir erhalten jederzeit so viel von der Natur, und es ist an der Zeit, dass wir auch daran denken, ihr etwas zurückzugeben, sei es auch nur ein kleines Dankeschön. Das wäre ein schöner Anfang, um unsere Wertschätzung auszudrücken für den großartigen Dienst, den Mutter Erde und ihre „Mitarbeiter” Tag für Tag so liebevoll für uns tun. Erinnern wir uns immer wieder an die „Goldene Regel”, die besagt: „In allem behandle andere so, wie du willst, dass sie dich behandeln; denn das ist das Gesetz und die Propheten.” [Matthäus-Evangelium 7,12]

Mögen wir lernen, jene selbe Beständigkeit und selbstlose Liebe auszudrücken, wie Mutter Erde es seit Äonen schon tut. Gemeinsam können wir es erreichen, auf dieser Erde wieder paradiesische Verhältnisse zu schaffen. Doch es beginnt mit uns, mit unserer individuellen Entscheidung. Lassen Sie uns jeden Tag zu einem „Tag der Erde“ machen, indem wir uns täglich unser Handeln und unsere (fehlende?) Wertschätzung bewusst machen und uns für die Erde einsetzen, wo und wie wir es nur können.