Natural and Divine LawNatürliches und Göttliches GesetzLey Natural y Divina
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Natürliches und Göttliches Gesetz

Eine Wissenschaft, die den Geist nicht in ihr Denken mit einbezieht, kann nicht zur Wahrheit vordringen. Die Existenz einer Schöpferkraft muss in den Wissenschaften als eine unanzweifelbare Tatsache akzeptiert werden." (Max Planck)

Es liegt uns am Herzen, die besondere Verbindung zwischen Natur und Wissenschaft hervorzuheben. Dabei geht es einerseits um die Wissenschaft von der Natur und andererseits um eine naturgemässe Wissenschaft, die sich an den Göttlichen Gesetzen orientiert. In unserer Zeit wird nicht mehr gelehrt, die Natur zu verstehen, sondern sie zu analysieren, zu verändern und auszunutzen. Die ihr innewohnende Weisheit wird nur noch von wenigen Menschen wahrgenommen und gewürdigt. Statt dessen richtet sich das Interesse der Menschen weitgehend auf schnellen Gewinn und Bequemlichkeit. Doch selbst in der etablierten Wissenschaft beginnt man angesichts der wirtschaftlichen Zwänge ein zunehmendes Unbehagen zu verspüren, denen die freie Forschung unterworfen ist. Man beginnt in aller Offenheit zu hinterfragen, was eine solche Naturwissenschaft überhaupt noch mit der Vision einer wahren Wissenschaft und der Erforschung der Natur zu tun hat.

Ungeachtet der bestehenden Naturgesetze geht der Mensch eigene Wege, die ihn von der Natur immer weiter entfernen, anstatt Wege zu wählen, welche zu ihr zurückführen. In diesem Zusammenhang sagt der Nobelpreisträger Illia Prigogine von der Universität Brüssel in seinem Buch “Dialog mit der Natur*:

"Wenn wir erkennen wollen, was ein Naturgesetz ist, müssen wir zuerst bereit sein, alte Ideale in Verbindung mit den bestehenden physikalischen Ansichten grundlegend zu ändern. Die Wissenschaft muss mit der Natur wieder den Dialog aufnehmen."

Die Natur ist Beispiel. Sie zeigt uns unaufhörlich die Gesetzmässigkeiten des Lebens. Obwohl wir ständig dieses vollkommene Beispiel vor Augen haben, tritt die heutige Wissenschaft mit ihren eigenen "Gesetzen" gegen die unabänderlichen Gesetze der Natur an und glaubt in ihrem menschlichen Eigenwillen und Hochmut, gewinnen zu können.

Was man liebt, zerstört man nicht!

Ein wahrer Natur-Wissenschaftler wird unter keinen Umständen Naturobjekte und -vorgänge widernatürlichen und zerstörerischen Verfahren aussetzen. Er würde damit ein falsches Bild der Wirklichkeit erhalten, jener Wirklichkeit, die er doch in ihrer Vollkommenheit erfassen möchte.

Der schweizer Physiker Prof. Hans Primas beschreibt dies mit folgenden Worten:

"Eine Naturwissenschaft, die durch die Art ihrer Forschung das zerstört, was sie erkennen will, kann nicht wahr sein."

In einer solchen Wissenschaft fehlt der Geist. Wenn wir die Bedeutung des Begriffs "Natur-Wissenschaft" erfassen wollen, müssen wir uns zunächst fragen, was wir unter Natur verstehen. Ist Natur nur der sichtbare Ausdruck der Schöpfung, wie Tiere, Pflanzen, Berge, Meere und Wälder? Gehört dazu nur das, was wir sehen und messen können oder nicht auch das Unsichtbare und Unmessbare? Gehören zur Natur-Wissenschaft nicht auch die grossen philosophischen Fragen nach der Entstehung, der Evolution und dem Sinn allen Lebens? Wie kann man aus Naturwissenschaft und Forschung den Geist und die grundlegenden Gesetze der Schöpfung ausschliessen, ohne gerade dadurch den Bezug zur Realität zu verlieren? Können derart perfekte Strukturen, wie sie überall in der Natur vorkommen, das Ergebnis eines Zufalls sein? Sollten wir nicht vielmehr von einer ordnenden, zielgerichteten Intelligenz ausgehen, die mit Liebe, Weisheit und Kraft ihrem schöpferischen Plan Ausdruck verleiht? Der deutsche Nobelpreisträger und Physiker Max Planck sagte dazu:

"Eine Wissenschaft, die den Geist nicht in ihr Denken mit einbezieht, kann nicht zur Wahrheit vordringen. Die Existenz einer Schöpferkraft muss in den Wissenschaften als eine unanzweifelbare Tatsache akzeptiert werden."

Wie wir aus Erfahrung wissen, verlangen sogar unsere einfachsten menschlichen Kreationen zuerst nach einer Idee, nach Denkvorgängen und nach Planung, bevor sie verwirklicht werden können. Selbst die Konstruktion eines einfachen PKWs benötigt einen denkenden, planenden und ausführenden Geist, der durch seinen Willen und seine Vorstellungskraft das Fahrzeug erschafft und funktionstüchtig macht, und dessen Liebe und Sinn für Schönheit das Design bestimmen. Kann beim zufälligen Zusammenfügen einiger Metall-, Kunststoff- und Elektronikteile jemals ein funktionstüchtiges Automobil mit ansprechendem Design entstehen? Um wie vieles unwahrscheinlicher ist dann erst die zufällige Entstehung der hochkomplexen Strukturen und Prozesse des Lebens!

Die Natur ist der Ausdruck einer Vision, ein durchdachtes, detailliert geplantes Unterfangen, basierend auf Prinzipien, die überall im sichtbaren und unsichtbaren Bereich, im Makro- und Mikrokosmos, gültig sind.

Die moderne Wissenschaft versucht, das Rätsel des Lebens durch Analyse und Detailforschung zu lösen und lässt dabei ausser acht, dass das Ganze stets mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Kann ein Wissenschaftler z. B. die Bedeutung einer Kathedrale erfassen, indem er sie sprengt, die Einzelteile ausmisst und sie katalogisiert? Dieser Weg kann nicht zur Erkenntnis der Wahrheit führen. Er erweist sich statt dessen immer deutlicher als zerstörerischer Irrweg.

Mut zur Wahrheit

Die Wissenschaft durchdringt und beeinflusst in grossem Masse das Denken und Handeln der Menschen und kann, je nach ihrer Geisteshaltung, über Fortschritt oder Niedergang der Menschheit bestimmen. In den vergangenen Jahrhunderten der Menschheitsgeschichte erfuhr diese Geisteshaltung einen grundlegenden Wandel. Die heutige Wissenschaft, gleichgültig welcher Disziplin, befindet sich zur Zeit in einer entscheidenden Umbruchphase. Wir erleben zur Zeit einen Paradigmenwechsel, der zwar alle Aspekte des Lebens mit einschliesst, jedoch in besonderer Weise die Wissenschaft betrifft.

Noch vor ca. 2400 Jahren war der griechische Philosoph Pythagoras der Auffassung, dass die Wissenschaft der Weg zur Gotteserkenntnis sei. Diese Aussage untermauerte er sogar mit einem mathematischen Fundament und leitete daraus die harmonikalen Naturgesetze ab. Die daraus hervorgegangene Pythagoräische Schule beeinflusste in der Folge das Denken namhafter Mathematiker und Naturforscher. Der deutsche Mathematiker und Astronom Johannes Kepler (1571-1630) beschrieb in seinem Werk "Harmonices mundi libri V" den Zusammenklang der Welten. Auch für ihn war das Universum Musik, basierend auf der Zahl 1. Die Natur war für ihn die einzige Autorität.

Im Nachlass des grossen Physikers und Astronomen Carl Friedrich Gauss (1777-1855) fand man detaillierte Erkenntnisse über die Funktionsprinzipien der Natur, die er nie veröffentlicht hatte. Darin beschrieb er, mathematisch fundiert, dass die Natur nicht auf dem euklidischen, sondern auf dem hyperbolischen, harmonikalen Prinzip der Töne funktioniert. Ende der Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts kam der deutsche Physiker Albert Einstein (1879-1955) zum gleichen Schluss. Auch er sagte:

"Das Universum ist hyperbolisch in Oktaven konzipiert. Die Natur ist eine Ganzheit und basiert auf der denkbar einfachsten Mathematik; sie beruht auf ganzen Zahlen."

Mit diesen Aussagen brachte er sich besonders bei jenen Kollegen in Misskredit, die durch seine Gedankengänge ihr Weltbild bedroht sahen.

Die beiden Österreicher Viktor (1884-1957) und Walter Schauberger (1914-1994) widmeten sich ein Leben lang der Erforschung und Beschreibung der Naturvorgänge. Der Förster Viktor Schauberger war ein sehr aufmerksamer, unermüdlicher Naturbeobachter. Er hinterliess seinem Sohn Walter eine Fülle von Material, das dieser im Laufe seines Lebens systematisch ordnete und wissenschaftlich überarbeitete. Ohne diese beiden begnadeten Männer wären wir wohl heute kaum in der Lage, die wahren Prinzipien der Natur so umfassend darzustellen und zu durchschauen. Allerdings wird dieses Wissen bis jetzt an keiner Universität der Welt gelehrt. "Ihr bewegt falsch!" sagte Viktor Schauberger und machte damit die Welt darauf aufmerksam, dass die euklidische Geometrie, die heute weitgehend unsere Technik bestimmt, falsch und destruktiv ist, weil sie nicht der Schöpfungsgeometrie entspricht. Walter Schauberger präzisierte:

"Alle natürlichen Bewegungen folgen einer mathematischen Wurfbahn nach innen, aus der Unendlichkeit in die Unendlichkeit."

Jeder dieser genialen Wegbereiter der modernen Natur-Wissenschaft sah sich heftigen Anfechtungen von seiten der Fachwelt ausgesetzt. Es erfordert Mut und Entschlossenheit, die gedanklich geschaffenen Grenzen der herrschenden Hypothesen und Theorien zu überwinden und zu den universalen Naturgesetzen vorzudringen. Diese Natur-Logik ist jedoch nicht vereinbar mit der heutigen Aufsplitterung in voneinander getrennte wissenschaftliche Fachdisziplinen. Die vielen so entstandenen Einzeldisziplinen haben keinen Bezug mehr zur Natur und entziehen sich aufgrund ihres Fachwortschatzes und ihrer fachspezifischen Theorien einem lebendigen Austausch mit ihrer Umwelt. Unter dem Aspekt der wahren Universalität der Naturwissenschaft wird der Wissenschaftler beginnen, weniger nach der Quantität als nach der Qualität der Dinge zu fragen. Er beginnt zu erkennen, dass die vom Menschen ungestörte Natur die Qualität der Göttlichen Quelle besitzt, aus der alles Leben entspringt und erhalten wird.

Die Natur offenbart dem Menschen ihr heiliges Wesen, wenn ihr mit Liebe und Respekt entgegengetreten wird. Wahre Wissenschaftler begegnen deshalb der Natur mit Ehrfurcht.

Eine Wissenschaft, welche nach dem Postulat von Max Planck die Metaphysik in ihr Denken mit einschliesst, kann deshalb nicht als Grenzwissenschaft bezeichnet werden; sie ist vielmehr die einzig reale Wissenschaft. Natur- und Geisteswissenschaft sind verschiedene Wege, die zur selben Erkenntnis führen müssen. Ihr Ziel ist vollkommenes Wissen und Verstehen, ganz im Sinne der Aussage von Pythagoras:

"Wissenschaft ist der Weg zur Gotteserkenntnis."