Paradigmenwechsel in der Geburtshilfe

Die oberste Gesundheitsbehörde in England NICE empfiehlt gesunden Frauen eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus.

Während Hebammen und Eltern in Deutschland um das Überleben der ausserklinischen Geburtshilfe kämpfen, zeichnet sich in England in der Geburtshilfe ein Paradigmenwechsel ab. Englands oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt in ihren neusten Richtlinien gesunden Frauen ohne voraussehbares Geburtsrisiko eine von Hebammen geleitete Geburt im Geburtshaus oder Zuhause. Diese Empfehlung gilt für fast die Hälfte aller Frauen und basiert auf den Erkenntnissen von Studien, die aufzeigen, dass für Frauen, die im Spital gebären, das Risiko eines Eingriffs wie Dammschnitt, Epiduralanästhesie, Saugglocke oder Kaiserschnitt sowie die Gefahr einer Infektion höher ist als bei einer Hausgeburt oder Geburtshausgeburt.

Laut den neuen Richtlinien ist die ausserklinische, von Hebammen geleitete Geburt, für gesunde Frauen mit niedrigem Geburtsrisiko die erste Wahl und soll als gute Alternative zur Spitalgeburt empfohlen werden.

Wieder einmal zeigt sich, dass für gesunde Frauen mit unauffälliger Schwangerschaft das eigene Zuhause der sicherste Geburtsort ist. Nicht nur können sich Frauen während der Geburt in der vertrauten Umgebung besser entspannen und sanfter gebären, auch sind sie geschützter vor Infektionen und Interventionen, ohne dass sich die Komplikationsrate erhöht.

Weiterführende Links und Informationen:

Hausgeburt sicherer als im Spital

England auf dem Weg zur Hausgeburt